P. Franz Edlinger

Lebenslauf

Franz Edlinger

Karl Edlinger wurde am 09.10.1950 in Wolfsgraben/NÖ geboren und trat 1970 in das Zisterzienserkloster Heiligenkreuz ein. Er wählte den Ordensname Franz. Nach dem Studium der Theologie wurde ihm 1976 die Priesterwürde verliehen. 1976 - 1982 war er Kaplan in der Stiftspfarre Neukloster in Wiener Neustadt. Jugendvespern und Nachtgebete zogen Jung und Alt von nah und fern an. Gemeinsam mit Bischof Florian Kuntner und Fritz Giglinger begründete er die Wüstenbewegung. Wüstentage und –wochen, Wallfahrten und viele andere geistliche Veranstaltungen bewirkten starke geistliche Impulse weit über die Erzdiözese Wien hinaus.

Von 1982-1998 lebte und wirkte Pater Franz im Haus des Friedens in Katzelsdorf bei Wiener Neustadt. In Eucharistiefeiern, Predigten, Vorträgen, Seminaren und vielen Einzelgesprächen brachte Pater Franz den Menschen das Bild des liebenden Gottes nahe. Sein Haus und sein Herz waren offen vor allem auch für die Menschen in den Randschichten der Gesellschaft. Von 1998-2002 fuhr er mit der mobilen Missionsstation „Arche des Friedens“ quer durch ganz Österreich und hielt zahlreiche Vorträge und Glaubensseminare.

Die Krankheit, die nie gänzlich diagnostiziert werden konnte, begleitete ihn seit seiner Geburt. Mit großer Zähigkeit hielt er sein Leiden verborgen. Erst im Jahr 1997 vertraute er seinem engsten Mitarbeiterkreis an, dass diese Krankheit rasch voranschritt und seine Tätigkeit mehr und mehr einschränkte. Ab 2002 litt er zusätzlich an Sehstörungen und Schwindelanfällen. Im Jahr 2004 war die Krankheit mit ihren fürchterlichen Schmerzschüben bereits so stark ausgeprägt, dass Pater Franz seine bisherige Form des priesterlichen Dienstes abbrechen musste. Ein schmerzlicher Prozess des Loslassens setzte ihm immer engere Grenzen. In einem starken Glauben und einer bewundernswerten Zähigkeit versuchte er bis zuletzt das schriftliche Apostolat weiterzuführen und im Gespräch den suchenden Menschen ein offenes Ohr zu schenken.

Nur mit Hilfe sehr starker Schmerzmittel war er überhaupt in der Lage, seine Krankheit zu ertragen. Wie Ijob wurde ihm Stück für Stück genommen, doch er zweifelte nie an der Liebe Gottes, die uns Menschen oft Unbegreifliches zumutet. Seit Mai 2008 lebte Pater Franz im Pflegeheim Mater Salvatoris in Pitten.

Am 27. Jänner 2011 hat der barmherzige Gott seinen Kreuzweg beendet und ihn aufgenommen in die ewige Heimat. Dort möge er gemeinsam mit seinen Vorbildern Bischof Florian Kuntner und Bruder Carlo Carretto für uns alle ein Fürsprecher sein.

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